Der Zwischenbericht „Siedlungsflächenreserven in Luxemburg“ dokumentiert die Erhebung von unbebauten und bebaubaren Flächen in 89 luxemburgischen Gemeinden in den Jahren 2020 und 2021. Ziel ist es, eine systematische Übersicht über die Flächenpotenziale für alle Nutzungsarten, insbesondere für Wohnzwecke, zu schaffen.
Die Ergebnisse zeigen, dass von den insgesamt 5.018 Hektar Siedlungsflächenreserven der größte Anteil mit 64 Prozent auf Wohngebiete entfällt, gefolgt von Industrie- und Gewerbegebieten mit 15 Prozent. Innerhalb der Wohngebiete machen Einfamilienhaus-Gebiete (HAB1) mit 51 Prozent den größten Anteil aus.
Nach Ansicht der Gemeinden sind die Eigentümer bei 45 Prozent der Flächen an einer Entwicklung oder einem Verkauf interessiert, während sie bei 42 Prozent eine ablehnende Haltung zeigen. Die zeitliche Verfügbarkeit wird so eingeschätzt, dass 27 Prozent der Reserven innerhalb von fünf Jahren mobilisierbar sind. Über die Hälfte der Siedlungsflächenreserven (53 Prozent) verfügt über eine gute oder sehr gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.

