Der Beitrag The role of spatial planning in steering market-driven urban change of deteriorated urban areas (ISoCaRP 2006) untersucht, wie räumliche Planung den markgetriebenen Wandel in Städten steuern kann.
Durch Deindustrialisierung, Globalisierung, technische Veränderungen und politische Umbrüche sind in vielen europäischen Städten große Brachflächen entstanden. Diese Flächen sind oft schwer zu entwickeln, da Eigentumsverhältnisse kompliziert sind, hohe Sanierungskosten anfallen und viele Akteure beteiligt sind. Allein Marktmechanismen oder formale Planungsinstrumente reichen hier nicht aus.
Am Beispiel von Stuttgart, Mailand und Budapest wird gezeigt, dass neue informelle Planungsansätze notwendig sind, um Blockaden zu überwinden. Dazu gehören Testplanungen, kooperative Prozesse und flexible Strategien, die verschiedene Akteure einbinden und unterschiedliche Lösungen erproben. So kann räumliche Planung als koordinierender Rahmen dienen, um brachliegende Flächen wieder in die Stadtentwicklung zu integrieren und soziale wie wirtschaftliche Nachteile abzumildern.
