Die Studie The role of soft-factors in the success of collaborative planning information systems (CORP 2006) untersucht, warum Informationssysteme in der räumlichen Planung nicht allein an technischen Lösungen scheitern oder gelingen.
Am Beispiel des Projekts RESIM in der Region Stuttgart wird gezeigt, dass sogenannte Soft Factors – also menschliche, organisatorische und kulturelle Aspekte – entscheidend sind. Während Hard Factors wie Technik, Datenstrukturen oder Verwaltung klar definiert werden können, betreffen Soft Factors Themen wie Vertrauen, Kommunikation, Konfliktlösung, Akzeptanz neuer Methoden und die Zusammenarbeit über institutionelle Grenzen hinweg.
Die Erfahrungen zeigen: Nur wenn diese weichen Faktoren bewusst berücksichtigt werden – etwa durch iterative Prozesse, klare Rollen, Schulungen und offene Kommunikation – können Planungsinformationssysteme erfolgreich eingeführt und genutzt werden. Damit wird deutlich, dass technologische Lösungen allein nicht ausreichen, sondern immer mit sozialen und organisatorischen Prozessen verbunden sein müssen.
