Der Regionale Wohnraumdetektor Ostwürttemberg 2020 erfasst zum vierten Mal in Folge systematisch die Siedlungsflächenreserven aller 53 Kommunen der Region. Seit der ersten Erhebung 2011 sind die Reserven um rund 25 % geschrumpft, von 2.747 auf etwa 2.000 Hektar. Besonders betroffen sind Wohnbauflächen (-25 %) und Gewerbeflächen (-24 %). Der größte Anteil entfällt mit rund 1.330 Hektar auf Außenreserven, während Baulücken etwa 530 Hektar und Innenentwicklungspotenziale knapp 200 Hektar ausmachen. Insgesamt verteilen sich die Reserven auf über 7.000 Einzelflächen, von denen zwei Drittel in privater Hand liegen.
Die Ergebnisse zeigen: Je städtischer ein Raum, desto knapper sind die Reserven. Im ländlichen Raum gibt es vergleichsweise mehr Potenzial, doch die Aktivierung hängt stark von Eigentümerentscheidungen ab. Mit dem Wohnraumdetektor verfügt die Region über ein belastbares Monitoring, das Kommunen hilft, Baulandreserven sichtbar zu machen, Flächen gezielt zu mobilisieren und eine nachhaltige Siedlungsentwicklung voranzutreiben.

