Raum+ St.Gallen 2011

Der Bericht Raum+ St.Gallen 2011 erfasst erstmals systematisch die Siedlungsflächenreserven in allen 85 Gemeinden des Kantons. Insgesamt wurden rund 1.660 Hektar mit etwa 6.600 Potenzialen ermittelt, was 13 % der Bauzonenfläche entspricht. Knapp die Hälfte dieser Reserven liegt innerhalb des bestehenden Siedlungsgebiets. Etwa drei Viertel aller Potenziale sind Baulücken, die zwar zahlreich, aber flächenmäßig nur ein Viertel ausmachen. Die restliche Fläche verteilt sich gleichmäßig auf Innenentwicklungspotenziale und Außenreserven. Neu wurden auch Nachverdichtungspotenziale erhoben, die zusätzlich Platz für bis zu 22.000 Einwohner bieten könnten.

Die Analyse zeigt, dass die vorhandenen Reserven – selbst ohne Nachverdichtung – ausreichen, um bis 2035 fast doppelt so viele neue Einwohner aufzunehmen wie prognostiziert. Etwa ein Drittel der Flächen könnte kurzfristig mobilisiert werden, doch rund ein Drittel ist durch mangelndes Eigentümerinteresse blockiert. Besonders gefragt sind große Flächen in verkehrsgünstiger Lage, während kleinere Parzellen im Innenbereich oft brachliegen.

Das Projekt unterstreicht die Bedeutung von Innenentwicklung vor Außenentwicklung und liefert den Gemeinden eine solide Grundlage für aktives Flächenmanagement. Es soll helfen, Baulandhortung zu überwinden, strategisch wichtige Areale zu aktivieren und die Siedlungsentwicklung nachhaltig zu steuern.


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