Perspectives for urban regeneration in European metropolitan areas: a cross-border study in Germany and Switzerland 2008

Die Studie Perspectives for urban regeneration in European metropolitan areas (ISOCARP 2008) untersucht die Herausforderungen des hohen Flächenverbrauchs in Deutschland und der Schweiz und zeigt Ansätze für eine nachhaltige Innenentwicklung.

Während in Deutschland täglich rund 115 Hektar, in der Schweiz etwa 9 Hektar pro Tag für Siedlungszwecke neu beansprucht werden, entstehen gleichzeitig immer mehr ungenutzte oder untergenutzte Flächen innerhalb bestehender Siedlungen. Diese inneren Reserven stellen eine Chance für die Stadtentwicklung dar, bleiben jedoch oft ungenutzt, häufig wegen Eigentümerstrukturen, Planungshemmnissen oder Altlasten.

Mit dem Projekt Raum+ wurden in beiden Ländern systematisch diese Potenziale erfasst und bewertet. Der Vergleich zwischen der Region Heidelberg–Mannheim und dem Kanton Basel-Landschaft zeigt deutliche Unterschiede: In Deutschland dominieren große Industrie- und Konversionsflächen, in der Schweiz eher zahlreiche kleine innerörtliche Brachen. Ein zentraler Befund ist, dass die rechtlichen Planungsinstrumente und die Planungskultur stark beeinflussen, wie gut Innenentwicklung funktioniert.

Die Studie empfiehlt, Innenentwicklung konsequent vor Außenentwicklung zu priorisieren, Kooperationen zwischen Gemeinden zu stärken und Eigentümer gezielt einzubinden. Nur so lässt sich der Flächenverbrauch verringern und eine nachhaltige Stadterneuerung erreichen.


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