Der Abschlussbericht Raum+ Ostwürttemberg bündelt die Ergebnisse der Erhebungen aus den Jahren 2011 und 2014 und stellt erstmals eine umfassende und einheitliche Übersicht über die Siedlungsflächenreserven aller 53 Städte und Gemeinden der Region bereit. Insgesamt wurden rund 2.447 Hektar Flächenpotenziale erfasst, die sich zu etwa 70 Prozent auf Außenreserven, zu 20 Prozent auf Baulücken und zu 10 Prozent auf Innenentwicklungspotenziale verteilen. Diese Flächen könnten – sofern sie aktiviert würden – Wohnraum für bis zu 75.000 Menschen schaffen.
Die Analyse macht deutlich, dass die Region trotz vorhandener Potenziale vor großen Herausforderungen steht. Viele Flächen bleiben ungenutzt, da Eigentümer kein Interesse an einer Bebauung oder Veräußerung zeigen. Gleichzeitig werden besonders innenliegende Flächen wie Baulücken oder Brachflächen als Schlüssel für eine nachhaltige Entwicklung gesehen, da sie vorhandene Infrastruktur besser nutzen und den Flächenverbrauch im Außenbereich reduzieren.
Mit der Erhebung und der daraus entstandenen Datengrundlage hat Ostwürttemberg einen wichtigen Schritt hin zu einem aktiven und nachhaltigen Flächenmanagement getan. Der Bericht schafft Transparenz über die vorhandenen Reserven, gibt Orientierung für künftige Planungen und unterstützt die Kommunen dabei, ihre Entwicklungsstrategien zielgerichtet und ressourcenschonend auszurichten.

