Für eine erfolgreiche Siedlungsentwicklung nach innen ist die Kenntnis der Bauzonenreserven entscheidend. Der Kanton Thurgau hat 2014 mit der Raum+Methode eine einheitliche Übersicht erstellt, die 2018 nach derselben Methode aktualisiert wurde. So entstand eine Zeitreihe, die den Bestand und die Veränderungen der Bauzonenreserven dokumentiert.
2018 wurden in den 80 Gemeinden rund 3.700 potenziell bebaubare Areale mit knapp 1.050 Hektar Fläche ermittelt: 42 % Innenentwicklungspotenziale, 38 % Aussenreserven und 20 % Baulücken. Im Vergleich zu 2014 bedeutet das einen Rückgang um etwa 20 %. Gut ein Zehntel der Bauzonenfläche im Kanton ist heute Reserve, der Anteil lag 2014 noch bei 13,5 %.
Den grössten Anteil an den Reserven haben Wohnzonen (35 %), gefolgt von Misch- und Zentrumszonen (28 %) sowie Arbeitszonen (26 %). Der Rückgang war in den Misch- und Zentrumszonen am stärksten (–25 %), gefolgt von Wohnzonen (–18 %) und Arbeitszonen (–17 %). Pro Raumnutzer beträgt die Reserve aktuell rund 28 m², ein Rückgang von 20 % seit 2014. Etwa zwei Drittel der Reserven sind baureif, und der Grossteil der Wohnbaureserven liegt in privater Hand.
Ein Drittel der Bauzonenreserven könnte ohne Hindernisse mobilisiert werden, bei 60 % sehen die Gemeinden geringe Hürden, nur 3 % gelten als schwer entwickelbar. Bemerkenswert: Seit 2014 wurden 245 Hektar mobilisiert, teils auch Flächen, die zuvor als blockiert galten – oft ausgelöst durch Generationswechsel oder veränderte Eigentumsverhältnisse.
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